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Buchrezension – Lernapotheke für Juristen

Bewerbung eines Produktes oder einer Dienstleistung.

Das Lernen zu lernen versprechen so einige Lernratgeber, die man in Buchhandlungen oder online finden kann. Die Qualität dieser mag wahrscheinlich so unterschiedlich sein wie die Lerntechniken, die sie anpreisen. Hier möchte ich einen innovativen Kurzratgeber eines jungen Juristen vorstellen und aufzeigen was Ratgeber dir generell bieten können.

Das Lernen ist für angehende Juristinnen und Juristen ohne Frage von zentraler Bedeutung. Im Studium kommt man nicht umhin zumindest einige Definitionen und Schemata auswendig zu lernen. So unumstritten dies auch ist, so weit gehen die Meinungen bei der Frage nach der richtigen Methode des Lernens jedoch auseinander. Auch ich musste im Studium schon vieles ausprobieren. Nachdem ich mit dem Schreiben von Skripten begonnen hatte, ging ich schnell auf das Zusammenfassen mittels Karteikarten auf Papier über, diese später zu digitalen wurden. Und auch Lernapps habe ich ausprobiert.

Bei dem Buch von Thomas Kahn, welches ich hier vorstellen möchte, handelt es sich um ein handliches Heft mit knapp 100 Seiten. Es ist bei Amazon erhältlich – für rund 13€ erhält man ein Print-Exemplar und 10€ kostet die e-book-Version.

Das Buch zeichnet sich durch die lockere Art aus, mit welcher es der Autor vermag das Thema Lernen in Angriff zu nehmen und zu erläutern. Er nutzt die ersten Seiten des Buches um zunächst den Glauben des Lesers an alle, bisher für wahr gehaltenen, Lernmethoden zu erschüttern und mit Lernmythen, wie dem Konzept der Lerntypen, abzurechnen. Auch meiner Meinung nach wird dabei ein komplexes Problem wenig zielführend simplifiziert. Anschließend stellt er eigene und selbst genutzte Methoden vor.

Thomas Kahn stellt dabei nicht den Anspruch an sich selbst, absolut richtig zu liegen und für jedermann hilfreich zu sein. Vielmehr gibt er dem Leser Impulse. Im gesamten Ratgeber erklärt er so anhand seiner eigenen Erfahrungen in zwei Staatsexamina verschiedene Konzepte und Methoden. Und mit denen hat er es immerhin zu zwei Prädikatsexamina geschafft.

Im Buch findet sich deshalb auch viel Werbung für das Karteikartenprogramm Anki, welches die Erstellung von digitalen Karteikarten ermöglicht. Für dieses bietet der Autor selbst, nicht ganz günstige, Karteikarten zum Kauf an. Für mich persönlich, anders jedoch für einige Stimmen in den Amazon-Bewertungen, gehört dies aber zu seiner persönlichen Erfahrung dazu und zeigt, dass er hinter dem angepriesenen Lernprogramm steht. Da er aber zudem negative Seiten aufzeigt und auch sonst schonungslos von seiner eigenen Examensvorbereitung, welche mitunter einige durchgefallene Klausuren umfasst, berichtet, bleibt das Buch glaubwürdig und authentisch.

Fazit

Mir persönlich hat das Buch vor allem deshalb gefallen, weil es eines der wenigen Beispiele eines Absolventen des Jurastudiums ist, der seine eigenen Erfahrungen bereitwillig der breiten Masse zugänglich macht und ohne viel Geschwafel seinen Weg zum Prädikat erläutert. Sicher muss man dafür Geld auf den Tisch legen, doch dafür erhält man immerhin ein nützliches Buch.

Dieses und andere Lernratgeber würde ich zudem – anders als der Name dieses Buches vielleicht vermuten lässt – nicht erst zu einem Zeitpunkt empfehlen, zu dem man Schmerzen beim eigenen Lernverhalten empfindet und deshalb zu einer „Apotheke“ gehen müsste, sondern vielmehr bereits präventiv zu einem früheren Zeitpunkt im Studium. Lernratgeber bieten vor allen Dingen die Chance Ratschläge einzuholen und gegebenenfalls neue Ideen und Möglichkeiten zu adaptieren und das eigene Lernverhalten stetig anzupassen und zu verbessern.

Das Leseexemplar wurde mir freundlicher Weise vom Autor zur Verfügung gestellt.

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